Zutaten
- 800 gr Weisskohl
- 1 TL Kümmel, ganz
- 1 TL Senfsaat, ganz
- 2 Lorbeerblätter
- 5 Wacholderbeeren
- 16 gr Salz
Zubereitung
- Die äusseren 3-4 Blätter des Kohls abnehmen und beiseite legen, sie werden später noch gebraucht.
- Zuerst wird der Kohl geviertelt. dann mit dem Gemüsehobel auf kleinster Stufe in feine Streifen gehobelt.
- Der Strunk wird dabei ausgelassen.
- Du kannst den Kohl natürlich auch mit einem Küchenmesser in feine Streifen schneiden.
- Die Gewürze, mit Ausnahme der Lorbeerblätter, leicht andrücken und zum Kohl geben.
- Du kannst sie vorher leicht anrösten, um die Aromen zu intensivieren.
- Dann das Salz hinuzufügen und das Kraut heftig kneten oder stampfen, damit die Pflanzenzellen zersprengt werden und der Zellsaft austritt.
- Bei frischen Ackerpillen geht es ratzfatz, bis das Kraut genug Flüssigkeit, die Lake, gebildet hat.
- Bei älterer, festerer Lagerware kannst Du Dir helfen, wenn Du das gehobelte Kraut mit dem Salz bestreust und ein bisschen stehen lässt, bevor Du es knetest.
- Das Salz zieht nämlich Wasser aus dem Kohl und nimmt Dir etwas von der Arbeit ab.
- Wieviel Salzlake Du genau erkneten musst, lernst Du mit der Zeit.
- Sie muss den Weißkohl im Gärgefäß während der gesamten Gärzeit 1-2 cm bedecken.
- Falls Du mal zu wenig Lake hast, füllst Du einfach mit Salzwasser auf, auch hier bitte 2% Salz benutzen.
- Oder du füllst mit Weisswein auf für Weinsauerkraut.
- Das gut geknetete, nasse Kraut wird komprimiert in dein Gärgefäß, am besten ein Bügelglas, gefüllt.
- Beim Einfüllen werden die Lorbeerblätter mit eingearbeitet und alles immer ordentlich runtergedrückt, um Lufteinschlüsse zu vermeiden.
- Dann bedeckst Du alles mit den vorher beiseite gelegten Kohlblättern und drückst alles nochmal gut unter die Lake.
- Wenn die Kohlblätter nicht ausreichend sind, kannst Du Gewichte oder verkeilte Holzstäbe benutzen – meine Ideen findest Du im Kapitel Grundausstattung zum Fermentieren.
- Während der Fermentation darf absolut kein Sauerstoff an das Ferment gelangen, da sonst statt der gewünschten Milchsäuregärung Schimmel entstehen kann.
- Ist die Gärung soweit fortgeschritten, dass ein genügend niedriger pH-Wert vorhanden ist und der Sauerstoff verdrängt wurde, können sich schädliche Bakterien und Pilze nicht mehr etablieren.
- Das Kraut mindestens 3 Monate gären lassen.
- Dann schmeckt es ausgewogen und ist so sauer, dass es haltbar ist.
- Das älteste Kraut, was ich selber hergestellt und verzehrt habe, fermentierte vor dem Verzehr über ein Jahr in meiner Fermentierstation vor sich hin.
Notizen
Allergenhinweis: Aus den angegebenen Zutaten erkennbar: Senf. Bei zusammengesetzten Produkten bitte zusätzlich die Verpackungskennzeichnung prüfen.